Les Plaisirs
Häufig gestellte Fragen

Inhalt

Was ist historischer Tanz?

Allgemein ist "historischer Tanz" der Versuch, die Art und Weise zu rekonstruieren, wie man in früheren Zeiten getanzt hat. Wir beschäftigen uns dabei hauptsächlich mit der Rekonstruktion von Tanzschritten und -bewegungen, soweit das nach dem aktuellen Forschungsstand möglich ist. Mit diesem Versuch untrennbar verbunden ist auch die Rekonstruktion historischer Kleidung (wir vermeiden die Bezeichnung "Kostüm"). Nicht zuletzt führt uns die Rekonstruktion historischer Tänze auch zu dem Gebiet der historischen Etikette, schließlich wollen wir weder "aus dem Rahmen fallen" noch "aus der Reihe tanzen."

Wir haben es beim "historischen Tanz" hauptsächlich mit Tänzen aus der Zeit vom 15. bis zum 19. Jahrhundert zu tun. Das liegt einerseits daran, dass die frühesten verwendbaren Quellen aus dem 15. Jahrhundert stammen, und andererseits, dass wir die Zeit nach dem 19. Jahrhundert nicht mehr wirklich als "historisch" empfinden.

Allgemein hat sich eine Einteilung dieses Zeitraums in folgende Epochen durchgesetzt:

Wie werden die Tänze rekonstruiert?

Zur Rekonstruktion der Tänze werden zeitgenössische Quellen verwendet. Im Lauf der Zeit haben es die Menschen immer wieder für wichtig erachtet, die Tänze ihrer Epoche aufzuschreiben, weshalb sie für die Nachwelt erhalten geblieben sind... mehr

Was ist Quattrocento?

Das 15. Jahrhundert wird in der Welt des historischen Tanzes (nach der italienischen Bezeichnung) als "Quattrocento" bezeichnet. Dies ist üblicherweise die früheste Tanzepoche, aus der Tanzgruppen - so auch wir - Tänze machen... mehr

Was ist Cinquecento?

Mit Cinquecento bezeichnen wird den Tanzstil, der im 16. Jahrhundert in Italien gepflegt wurde... mehr

Was ist zwischen Cinquecento und Barock?

In der Welt der historischen Tanzgruppen (wenn auch nicht für die Tanzforschung) wird oft zwischen der Spätrenaissance (dem Cinquecento) und dem Barock ein "Loch" gelassen. Das liegt unter anderem daran, dass sich die Quellen aus dieser "Übergangszeit" nicht so leicht erschließen, wie die Quellen aus den Epochen unmittelbar davor und danach.

Übrigens hat genau zu diesem Thema ("Morgenröte des Barock", Tanz im 17. Jahrhundert) vom 9. bis 13. Juni 2004 ein Tanzsymposion auf Burg Rothenfels stattgefunden.

Dabei ging es um die Entwicklung des Tanzes ausgehend vom italienischen Tanz des 16. Jahrhunderts bis zur Entstehung des französischen Gesellschafts- und Bühnentanzes des 18. Jahrhunderts. Bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts scheint sich, vor allem in Frankreich und England, ein neuer Tanzstil durchzusetzen, der durch die Ausdrehung der Füße und durch die Schritte begleitende Bewegungen der Arme und Hände gekennzeichnet ist. Dieser Stil wird vor allem in Werken von Delauze (Apologie de la Danse) und Montagut (Louange de la Danse) beschrieben.

Zu dieser Zeit wurden auch zu jeder Eröffnung eines Balles "Branles" getanzt. Bei diesen "Branles" des 17. Jahrhunderts lässt sich zwar noch eine Verwandtschaft zu den Branles des 16. Jahrhunderts, wie sie zum Beispiel in Arbeaus Orchésographie beschrieben sind, erkennen, doch hat eine deutliche Entwicklung stattgefunden. So ist zum Beispiel auch hier, wie bei den Paartänzen, die Ausdrehung der Füße vorhanden. Hatten die Branles bei Arbeau einen heiteren und verspielten Charakter (man denke an die gemimten oder "Charakter"-Branles), so sind die Branles des 17. Jahrhunderts geprägt durch ihren höfischen Kontext. Die Beinarbeit ist recht komplex, während der allgemeine Charakter eher ernst und repräsentativ ist.

Was ist Barocktanz?

Mit "Barocktanz" bezeichnen wir meist die Tänze, die durch Tanzmeister am Hof Ludwigs XIV. überliefert sind. In dieser Zeit wurde von Beauchamp eine Tanzschrift entwickelt... mehr

Was sind Kontratänze?

Die Bezeichnung "Kontratänze" kommt vom französischen "contredanse", von wo sich auch das englische "country dances" herleitet. Aus dieser englischen Bezeichnung meinte man früher, ... mehr

Wer sind wir?

Wir sind eine Gruppe engagierter Laien, die sich um Lenchen Busch gebildet hatte, die die Gruppe über lange Jahre leitete. Inzwischen wird "Les Plaisirs - Münchner Kreis für Historische Tänze" von Stefan Haberl, Nicolle Klinkeberg und Johannes Feneberg geleitet. Wenn wir auftreten (was selten geschieht), konzentrieren wir uns hauptsächlich auf die Zeit um 1700.

Wer kann bei uns mitmachen?

Wir sind offen für jeden/jede, der/die bei uns historische Tänze lernen möchte. Unsere Übungsabende sind so gestaltet, dass eine Anfängergruppe ebenso betreut wird wie eine Gruppe von Fortgeschrittenen. Auf diese Weise kann man bei uns einen Zugang zur Welt des historischen Tanzes finden und eine ganz Reihe von Tänzen und Tanzperioden kennen lernen. Nachdem eine gewisse Sicherheit in den Raumwegen und Figuren erlangt wurde, kann man sich auf dem "Parkett" des historischen Tanzes bewegen. Es gibt viele Feste und Veranstaltungen, auf denen sich die historischen Tänzer tummeln und wo man mit dem bei uns erworbenen Können jede Menge Spaß haben kann.

Wo und wann treffen wir uns?

Unser laufender Übungsabend ist jeden Donnerstag um 18:00 Uhr bis 21:00 Uhr am SDI München, Obersendling, Baierbrunner Straße 28, 81379 München.
U6: Obersendling; S7: Siemenswerke

Bitte vorher anmelden bei:
Nicolle Klinkeberg
Tel.: 08152-5248

oder bei:
Stefan Haberl
Tel.: 08191-944441

Siehe auch: Termine

Wo und wann treten wir auf?

Momentan haben Auftritte keine besondere Bedeutung für die Gruppe. Vielmehr genießen wir es, uns einmal in der Woche zu treffen und bei Gelegenheit auf Kurse zu gehen, bei denen wir unser Wissen und Können vertiefen.

Im Folgenden sind ein Paar Auftritte aufgeführt, bei denen wir uns in der Vergangenheit profilieren konnten. Außerdem finden sich Bilder von Auftritten in unserer Galerie.

Bisherige Auftrittsorte/Gelegenheiten waren zum Beispiel:

Siehe auch: Galerie und Home.

Noch Fragen?

aktualisiert am: 04.03.2013

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